Schluckstörungen

Eine Schluckstörung auch genannt Dysphagie kann sich zeigen durch:

  • Husten
  • Ständiges räuspern
  • Speisereste nach dem Schlucken
  • Gurgelnde Stimme, heißer, rau, laute Stimmgebung
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Zu hastiges Essen / mit übermäßiger Sorgfalt essen
  • Speichelfluss
  • Unlust beim Essen
  • Im Vergleich zu vorher entweder zu wenig oder zu viel Hunger
  • extreme Müdigkeit
  • Pathologische Haltungsmuster
  • Hemiparese
  • Sprechapraxie
  • Ablehnung der Pflegekraft und/oder des Therapeuten
  • Sensibilitätsstörung im Mund- und Gesichtsbereich
  • Beim Essen tropft die Nase oder Essensreste sind sichtbar

Wie oft und bei welchen Erkrankungen tritt eine Dysphagie auf?

  • 40 – 55% bei Schlaganfallpatienten
  • 82% Schädel-Hirn Trauma
  • 10 – 30% Tumore
  • 40 – 90% degenerative Erkrankungen wie M. Parkinson
  • 48 – 100% ALS, 10 – 30% Multiple Sklerose
    (Statistische Daten aus www.das-dysphagiezentrum.de)
  • zentrale Hypoxien
  • Intoxikationen
  • Medikamentennebenwirkungen wie bei Neuroleptika

Was passiert bei einer Dysphagie?

Kleine oder sogar größere Mengen an Kaugut gelangen in die Luftröhre und dann in die Lunge. Eine Dysphagie zeigt sich nicht nur beim Essen. Auch vom Speichelschlucken kann eine große Gefahr, eine Lungenentzündung zu bekommen, ausgehen.

Es gibt drei Arten von Möglichkeiten des Verschluckens auch Aspiration genannt:

Orale Phase
Vor dem eigentlichen Schlucken, noch während dem Kauen, gelingt es dem Kaugut, in den Hals zu rutschen und dann durch Einatmen in die Lunge zu gelangen.

Pharyngeale Phase
Während dem eigentlichen Schlucken gelingen Speisereste in die Luftröhre.

Ösophageale Phase
Nach dem Schlucken können Reste vom Kaugut, die sich in Falten im Hals befinden, in die Luftröhre rutschen.
Oder die Speiseröhre gibt das Geschluckte nicht weiter zum Magen und gelangt wieder in den Hals zurück.

Oft werden Patienten mit einer PEG-Anlage ausgestattet, um die Ernährung zu sichern.